Historischer Erfolg: Es wird künftig ein Semesterticket in der Metropolregion Erlangen-Nürnberg geben

Studierende der FAU und der TH Nürnberg stimmen mehrheitlich für ein solidarisch finanziertes Semesterticket.
Nach Jahren der Vorarbeit und des Erarbeitens einer Lösung, die den meisten Interessen und den rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht wird, konnte mit dem positiven Votum der Urabstimmung zum Semesterticket nun endlich der Durchbruch erzielt werden. Zum Wintersemester 2015/16 wird nun auch in der Region Nürnberg - Erlangen ein Semesterticket eingeführt.
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Die Technische Hochschule konnte eine Mehrheit von 58,20 % für das Ticket gewinnen. An der FAU waren die Mehrheitsverhältnisse denkbar knapp: 50,73% sprachen sich für das Ticket aus. Es waren insgesamt  ca. 51.000 Studierende wahlberechtigt, davon haben 61 % an der Urabstimmung teilgenommen.
"Es freut uns, dass die Mehrheit der Studierenden an beiden Hochschulen unsere Einschätzung teilt, dass das Sockelmodell ein guter Kompromiss ist, der den rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht wird. Es kommt sowohl denen zu Gute, die auf die Öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, um zur Hochschule zu kommen, als auch denen, die Busse und Bahnen nur in ihrer Freizeit nutzen," führt Benedikt Kopera, Sprecher des Aktionsbündnisses, aus.
Das Aktionsbündnis Semesterticket bedankt sich herzlich bei allen Akteuren, die uns in den letzten Wochen und Monaten unterstützt haben, namentlich bei den Hochschulen, dem Studentenwerk, den Städten Erlangen und Nürnberg, dem VGN und natürlich vor allem bei den zahlreichen freiwilligen Helfern und Helferinnen für die großartige Unterstützung. Besonderer Dank gilt dem Referat für IT der Studierendenvertretung, sowie dem RRZE und  dem RZ Ohm für die Organisierung und Durchführung der Onlineabstimmung
Zunächst muss sichergestellt werden, dass nun auch alle Schritte rechtzeitig unternommen werden, damit das Ticket tatsächlich zum Wintersemester 2015/16 starten kann. Konkret muss der Vertrag über das Semesterticket zwischen dem VGN und dem Studentenwerk aufgesetzt werden und letzte Details müssen abgestimmt werden. Als letzter Schritt wird der Vertrag dann dem Bayerischen Innenministerium zur Genehmigung vorgelegt. Auf lange Sicht muss die Evaluierung des ersten Jahres genau unter die Lupe genommen werden, damit die Versprechen eingehalten werden und das Ticket je nach Nutzungsgrad nach einem Jahr preislich angepasst wird", so Johannes Schilling, Sprecher des Aktionsbündnis Semesterticket.
"Dabei hoffen wir auch, dass wir auf die Unterstützung derjenigen bauen können, die in den vergangenen Wochen aus vielen Richtungen Kritik am Angebot geäußert haben, damit das Ticket durch permanente Entwicklung auch ihren Vorstellungen entsprechen wird", so Rosa Schieder, Mitglied des Aktionsbündnisses abschließend.
Aber erst einmal wird das Aktionsbündnis mit allen HelferInnen den Erfolg feiern.