Pressemitteilung: Aktionsbündnis trifft sich morgen zu Gesprächen

Das Aktionsbündnis Semesterticket wurde wie auch das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg, die Universität Erlangen-Nürnberg und die Technische Hochschule Nürnberg von der Stadt Nürnberg zu einem Gespräch über das weitere Vorgehen in Sachen Semesterticket eingeladen. Ursprünglich sollte es in diesem Gespräch um die Konkretisierung und das Verhandeln der Details des Angebots gehen. Auch wenn das Aktionsbündnis nicht bereit ist, das unterbreitete Angebot als Gesprächsbasis anzuerkennen, sieht es natürlich die Notwendigkeit, nun in einen Dialog zu treten und nahm die Gesprächseinladung deshalb an.

"Nach der anfänglichen Entrüstung über die realitätsferne Altersgrenze, natürlich aber auch über den viel zu hohen Preis müssen wir nun rational überlegen, wie wir im Sinne der Studierenden ein Angebot erreichen können, das den Namen Semesterticket auch verdient," führt Benedikt Kopera, Sprecher des Aktionsbündnisses, aus. "Wir sind uns schon immer dessen bewusst, dass die Situation hier komplizierter ist als außerhalb Bayerns und möchten gerade deshalb unseren Beitrag dazu leisten, dennoch ein Angebot auszuarbeiten, das eine echte Verbesserung für die Studierenden darstellt. Das kann nur im Dialog mit den Kommunen und dem VGN geschehen. Aus diesem Grund haben wir uns nach längerer Überlegung und in Abstimmung mit Studentenwerk und Hochschulen dazu entschieden, an dem Gespräch teilzunehmen. Für uns ist aber klar, dass insbesondere die diskriminierende Altersgrenze sofort zurückgenommen werden muss."

Sven Schwarm, ebenfalls Mitglied im Aktionsbündnis und im AStA der TH Nürnberg, sieht auch die Kommunen der Metropolregion in der Pflicht: "Das Semesterticket kann nur gelingen, wenn die Kommunen eine ausreichende Garantie für die ersten zwei Jahre zur Verfügung stellen. Der Preis des freiwilligen Zusatztickets wird durch die Kaufquote berechnet und diese kann nur geschätzt werden. Daher ist es wichtig, dass die Kommunen Verantwortung übernehmen und eine Garantie der Einnahmeausfälle zusichern, sollte das Ticket wider allgemeiner Erwartungen schlechter angenommen werden."

Abschließend erklärt Sven Schwarm: "Wir würden uns wünschen, wenn auch der VGN das Semesterticket mehr als eine große Chance begreifen würde. Jetzt ist die einmalige Gelegenheit, die Tarifstruktur des VGN für Studierende grundlegend zu verbessern und nicht mehr so weit hinter anderen Städten zurückzustehen. Wir sollten uns diese Chance nicht durch ein viel zu teures Zusatzticket entgehen lassen."

Das Aktionsbündnis Semesterticket hat sich vor zwei Jahren gegründet, um sich für ein Semesterticket am Hochschulstandort Nürnberg/Erlangen einzusetzen. Am Aktionsbündnis sind die gewählten Studierendenvertretungen der Hochschulen Nürnbergs und Erlangens beteiligt.

Hier gibts die Pressemitteilung auch als *.pdf.