Historie

Bundesweit

Das bundesweit erste Semesterticket wurde 1991 in Darmstadt eingeführt. Durch seinen Erfolg fand es schnell Nachahmer, sodass Anfang der 1990er Jahre viele Hochschulstandorte ebenfalls Semestertickets einführten. Vor allem dort, wo die Verkehrsverbünde nicht so groß und die Kosten deshalb geringer sind, kam es sehr schnell zur Einführung. Zu den ersten Semestertickets in Bayern gehörten etwa Augsburg, Bayreuth und Bamberg.

Erlangen-Nürnberg

Auch am Standort Nürnberg/Erlangen gab es von Beginn an Versuche, ein Semesterticket einzuführen. Diese scheiterten aber daran, dass der VGN einer der bundesweit größten Verkehrsverbünde ist und das angebotene Ticket demzufolge verhältnismäßig viel gekostet hätte. (mehr dazu siehe hier)

1996-2005: SeTi@Hochschule

Von 1996 bis 2005 setzte sich die Initiative SeTi@Hochschule engagiert für ein Semesterticket ein. Nach unzähligen Verhandlungen mit Hochschulen, Studentenwerk, Städten und der Landesregierung kam es 2002 zu einer Urabstimmung unter den Studierenden über die Einführung eines Semestertickets. Zur Auswahl stand ein Sockelmodell (vergleichbar mit dem, was die aktuelle Initiative verfolgt) und ein Vollsolidarmodell. Das Vollsolidarmodell erhielt breite Zustimmung, konnte letztendlich aufgrund rechtlicher Hürden aber nicht eingeführt werden.

2007: Studiengebühren-Querfinanzierung

2007 gab es den nächsten Anlauf, bei dem versucht wurde, aus den damals gerade eingeführten Studiengebühren ein Semesterticket zu finanzieren, doch auch diese Initiative scheiterte an rechtlichen Bedenken.

2012 bis Heute

Das aktuelle Aktionsbündnis Semesterticket gründete sich Anfang 2012. Seitdem stehen wir in Verhandlungen mit vielen verschiedenen Beteiligten und arbeiten auf ein Modell hin, das den Bedarf der Studierenden mit der rechtlichen Situation und den Erwartungen von Politik und Verkehrsbetrieben in Einklang bringt. Motiviert sind wir auch vom Erfolg des Münchner Semestertickets, deren Situation in mehrfacher Hinsicht mit der unsrigen vergleichbar ist. Nach einer Zusicherung der Stadt München, eventuelle Einnahmeausfälle des Verkehrsverbundes MVV in der Startphase auszugleichen, konnte den Studierenden ein attraktives Angebot zur Abstimmung gestellt werden. Dieses wurde im November 2012 von einer großen Mehrheit angenommen. Seit Oktober 2013 gibt es deshalb in München ein Semesterticket. Es hat sich im ersten Semester zu einem großen Erfolg entwickelt, sodass das Angebot der Stadt München wahrscheinlich nur minimal in Anspruch genommen werden muss.
Seit November 2014 steht nun auch das endgültige Angebot fest. Dieses wird den Studierenden im Januar 2015 zur Abstimmung gegeben.